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Pramiracetam

CAS-Nr.: 68497-62-1

Was ist Pramiracetam?

Pramiracetam (Pramiracetamum) ist ein Derivat von Piracetam, einem für seine nootropischen Eigenschaften bekannten Präparat. Andere Bezeichnungen für diese Verbindung sind Diisoprop-yl-(2-Oxopyrrolidin-1-yl)acetamid und CI-879, ihr Handelsname ist Pramistar (Menarini-Konzern).

Die Verbindung wurde als eine wirksamere Alternative zu Piracetam synthetisiert. Sein primäres Wirkungsprofil besteht darin, kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Konzentration und Informationsverarbeitung zu unterstützen.

Verwendung von Pramiracetam

Pramiracetam wird als äußerst wirksames „Gehirndoping“ bezeichnet. Dies wird durch die vielversprechenden Ergebnisse klinischer Studien bestätigt. Es hat sich sogar gezeigt, dass bereits eine einmalige Einnahme die kognitiven Testergebnisse verbessert. Die Einnahme von Pramiracetam vor den geplanten Gedächtnistests führte zu besseren Ergebnissen als in der Gruppe ohne diese Nahrungsergänzung. Die Einnahme von Pramiracetam hat sich auch bei jungen Menschen, die ein Kopftrauma und eine hypoxische Hirnverletzung erlitten haben, als wirksam erwiesen. Dies bedeutet, dass das Präparat das zentrale Nervensystem umfassend unterstützt.

Mechanismus der Wirkung

Pramiracetam wirkt auf zahlreiche Neurotransmittersysteme, wie das serotonerge, das GABAerge, das dopaminerge und das adrenerge System. Am charakteristischsten für diese Formulierung ist ihre Wirkung auf die Erweiterung des „Flaschenhalses“ bei der Acetylcholin-Synthese. Dies führt zu einer Wirkung des Präparats auf die Wiederaufnahme von Cholin und zur Aufhebung der hemmenden Wirkung von Cholin auf die Acetylcholinsynthese. Dieser Wirkmechanismus ist auch bei anderen Racetams, wie z. B. Coluracetam, zu beobachten.

Pramiracetam – Dosierung

Die empfohlene Dosierung beträgt 1.200 mg pro Tag. Diese Menge kann in zwei Dosen von 600 mg oder drei Dosen von 400 mg eingenommen werden. Die Formel hat vor allem eine Ad-hoc-Wirkung, so dass zur Verbesserung der geistigen Arbeit und des Lernens eher ein Dosierungsschema von 2×600 mg pro Tag empfohlen wird.

Referenzen:

  1. De Vreese LP et al. „Gedächtnistraining und medikamentöse Therapie wirken sich unterschiedlich auf Gedächtnis- und Metagedächtnisfunktionen aus: Erkenntnisse aus einer Pilotstudie“. Arch Gerontol Geriatr. 1996;22 Suppl 1:9-22; https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0167494396869068
  2. Claus JJ et al. „Nootropic drugs in Alzheimer’s disease: symptomatic treatment with pramiracetam“. Neurologie. 1991 Apr;41(4):570-4; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2011259/
  3. McLean A Jr, Cardenas DD, Burgess D, Gamzu E. Placebo-kontrollierte Studie mit Pramiracetam bei jungen Männern mit Gedächtnis- und kognitiven Problemen infolge von Kopfverletzungen und Anoxie. Gehirnverletzungen. 1991 Oct-Dec;5(4):375-80; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1786500/