Sunifiram
CAS-Nr.: 314728-85-3
Was ist Sunifiram?
Sunifiram (1-Benzoyl-4-propanoylpiperazin) ist ein synthetisches Derivat von Piracetam, einem nootropischen Wirkstoff. Andere Bezeichnungen für das Präparat sind Ampakin, DM-235.
Es gilt als eines der wirksamsten nootropischen Präparate, das die kognitive Funktion und das Energieniveau hervorragend unterstützt. Modafinil zum Beispiel hat eine ähnliche Wirkung. Darüber hinaus kann die Formel den Stoffwechsel der Nervenzellen im Gehirn anregen und so das Lernen erleichtern. Zu den möglichen Wirkungen des Produkts gehören auch die Stabilisierung der Stimmung und die Verringerung des Schlafbedürfnisses.
Verwendung von Sunifiram
Bislang gibt es keine zuverlässigen klinischen Studien über die Auswirkungen von Sunifiram auf den menschlichen Körper. Die Ergebnisse von Tierversuchen sind jedoch sehr vielversprechend. Die Formel ist dafür bekannt, dass sie das Gedächtnis hervorragend unterstützt, und zwar auch bei chirurgisch oder pharmakologisch bedingten Gedächtnisstörungen. Darüber hinaus hat Sunifiram nachweislich eine positive Wirkung auf das Lernen und das Gedächtnis, indem es die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und -verarbeitung erhöht.
Durch die Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeiten schärft die Formel die Sensibilität für eine Vielzahl von äußeren Reizen, einschließlich visueller und auditiver Reize. Die verstärkte Wahrnehmung von taktilen Reizen kann wiederum mit einer höheren körperlichen Erregung und einer gesteigerten Libido einhergehen.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Sunifiram mäßig schmerzlindernde Wirkungen haben kann und auch die Müdigkeit und das Schlafbedürfnis verringert.
Der Wirkmechanismus von Sunifiram
Der Wirkmechanismus des Präparats ist noch nicht vollständig geklärt. Es ist sicher bekannt, dass es die Aktivität der AMPA-Rezeptoren beeinflusst, daher der gemeinsame Name der Verbindung – Ampakin. Die Wirkung auf diese Rezeptoren führt zu einer erhöhten Ausschüttung des Neurotransmitters Glutamat. Letztlich werden dadurch der Gehirnstoffwechsel und die Neuroplastizität, d. h. die Bildung neuer neuronaler Verbindungen, angeregt. Die Wirkung der Maßnahme besteht letztlich darin, die kognitiven Funktionen zu verbessern und die Aufnahme von Informationen zu erleichtern.
Ein weiterer Wirkmechanismus von Sunifiram ist die Erhöhung des Acetylcholinspiegels, des Neurotransmitters, der für effiziente Lern-, Wahrnehmungs- und Gedächtnisprozesse verantwortlich ist.
Sunifiram – Dosierung
Die empfohlene Ampakin-Dosierung beträgt 5-10 mg pro Tag. Das Präparat wird am besten zwischen den Mahlzeiten und mit viel Wasser eingenommen.
Referenzen:
- Romanelli MN et al. „Pharmakologische Charakterisierung von DM232 (Unifiram) und DM235 (Sunifiram), neue potente Kognitionsförderer“. CNS Drug Rev. 2006 Spring;12(1):39-52. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6741768/
- Moriguchi S, et al., Neuartiges Nootropikum Sunifiram verbessert kognitive Defizite durch Aktivierung von CaM-Kinase II und Proteinkinase C in olfaktorischen bulbektomierten Mäusen. Behav Brain Res., 2013; https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0166432812008443
- Ghelardini et al. „DM235 (Sunifiram): ein neuartiges Nootropikum mit Potenzial als kognitives Enhancementmittel“ Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol (2002) 365: 419. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12070754/
- Moriguchi S et al. „Neuartiges Nootropikum Sunifiram erhöht die synaptische Wirksamkeit im Hippocampus über die Glycin-Bindungsstelle des N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptors“. Hippocampus. 2013 Oct;23(10):942-51. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/hipo.22150